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NORDATLANTIK 2000 “Einhand” (allein) Leinen los, sagt der Skipper am 17.April 2000 zu sich selbst und startet alleine von Lübeck non stop nach Montpellier in Südfrankreich, der Partnerstadt von seiner Heimatstadt Heidelberg. Der Kurs führt bei schwachen Winden durch das viel befahrene Seegebiet, zwischen den dänischen Inseln, Kattegat und Skagerrak. Kaum im freieren Seeraum schippert der Skipper bei dichtem Nebel und noch mehr Schiffsverkehr, der Nordsee entgegen. Endlich kommt der erhoffte Segelwind, die Route NW führt zwischen Bohrinseln, dem Fair Isle Channel (nördlich Schottland) hindurch und die JOJO II steht am 8.Seetag auf 60°00,4` N , 002°41,3` W , dem nördlichsten Punkt dieser Reise. Der Atlantik ist erreicht und schon geht die “Post” ab. Bei Windstärken bis 8 Bft. und hohem Seegang hält die Windsteueranlage immer ihren Kurs. Vorbei an den äußeren Hebriden, Temperaturen von 6 – 8° C im Boot, Wassereinbruch nach einer Kollision mit Treibgut (konnte mit Bordmitteln behoben werden) segelt die JOJO II mit rauschender Fahrt, Südkurs. Im Osten liegt Irland, bald Frankreich und weiter die Iberische Halbinsel. Kurs SE, dann E , auf die Straße von Gibraltar, die am 21. Seetag erreicht ist. Der Atlantik liegt achteraus, die Zeit der schwachen , wechselnden Winden beginnt, doch mit Kurs NE macht der Golf du Lion seinem Namen alle Ehre. In diesem Seegebiet, kurz vor dem Ziel wird die JOJO II mit 7 Bft. empfangen. 31 Segeltage benötigte das Boot um in Palavas-les-Flots / Montpellier anzukommen – festzumachen. Nach dem Empfang mit  Vertreter des Heidelberg Hauses und der Presse, hat die JOJO II einige Tage Ruhe verdient und der Skipper freut sich auf eine heiße Dusche und viel Schlaf.

2 X TRANSATLANTIK 2003

Die 2-fache Atlantiküberquerung bewältigte der Skipper “Einhand” (allein) innerhalb von nur 5 Monaten.

Eine einsame Reise von 7808 sm oder 14460 km

Welcher Segler träumt nicht davon – einmal im Leben den Atlantik mit einem Segelboot zu überqueren……………?
Der Skipper wollte sich diesen Traum erfüllen – als wäre das nicht schon genug, plante der gleich eine 2-fach Überquerung und das alles “Einhand” (allein)

 

1993 = grüne Linie 2003 = rote Linie

Die JOJO III wurde noch besser ausgerüstet – auf die große Reise vorbereitet.
Am 14 Jan. 03 war es dann soweit, der Skipper startete von Aguadulce, durchsegelte zum 5.mal die Straße von Gibraltar und erreichte am 1.2. die Kanarischen Inseln. Wenige Tage später wurden Lebensmittel für viele Wochen gebunkert, die Tanks wurden gefüllt.
Am 12.Feb. 03 begann der lange, einsame Törn. Meile um Meile arbeitete sich die JOJO III nach Südwesten, vorbei an den Kapverdischen Inseln, weiter nach Westen, und erreichte schon am 20. Seetag die Karibikinsel Barbados. Der Skipper hatte seine 1.Einhandüberquerung geschafft.
Weiter ging die Reise über St. Lucia nach Martinique – Besuch kam an Bord, und es folgten Wochen mit herrlichem Karibiksegeln.
Am 5.Mai 03 startete der Skipper wieder allein zur Rückreise.
Nach wenigen Tagen meldete eines der Boote, die “MAPEMA”, mit denen der Skipper täglich Funk- kontakt hatte, ++++Mayday+++. Die “MAPEMA” ist gesunken – der Skipper wurde nach wenigen Stunden gerettet……
Tage später kam die Meldung, dass einer Yacht der Mast gebrochen war, eine weitere Yacht meldete Motorschaden.
Die JOJO III und ihr Skipper erreichten heil und ohne Probleme die Azoreninsel Faial. Das wurde in Horta im berühmten Cafe Sport entsprechend gefeiert. Schon nach 5 Tagen startete die JOJO III zur letzten Etappe nach Spanien, und erreichte am 8.Juni 03 den Hafen von Rota an der spanischen Atlantikküste.
Die 2. Einhandüberquerung war gelungen – ist die Route von West nach Ost mit dem zu segelnden Nordbogen doch um einiges anspruchsvoller.
Der Skipper ist froh und dankbar, dass ihm diese Reise gelungen ist.
Danken möchte er den Funkern von INTERMAR e.V. für die gute Wetterberatungen !  
….nach  7808 sm  sicher im Hafen von Rota / SW Spanien festgemacht.

2005  Pazifik

Ueberfuehrungstoern:   Tonga – Neuseeland
Alu – Cat  ” Vite Vite”

1993  TRANSATLANTIK

Ueberführungstoern :  Karibik – Bermuda – Azoren – Irland
Ferrocement, Schoner  “Zeevrowe”

 

1992  Schwarzes Meer    – Ukraine – Russland – Türkei -  

 

Als einer der ersten westlichen Segler hat der Skipper das Schwarze Meer umrundet.
In vielen Häfen  (z.B. Sevastopol) der Ukraine und Russland ist der
Skipper als erster westl. Segler nach dem 2.Weltkrieg eingelaufen.