…unterwegs auf den Azoren

Da das “Peter” Cafe Sport nicht die einzige Sehenswürdigkeit der Insel Faial ist, haben wir zur Erkundung für 2 Tage einen Mietwagen.
Zuerst geht es in den Westen der Insel, wo vor mehr als 50 Jahren durch einen submarinen Vulkan neues Land entstanden ist. Auch heute noch präsentiert sich die Landschaft vegetationslos, einer Steinwüste gleich.
Ein anderer Höhepunkt der Inselrundfahrt liegt im Inselinneren. Die mächtige Caldera (Vulkankrater) weist einen Durchmesser von 2km auf, bei guten Wetter bieten sich auf dem Weg entlang des Vulkankraters in 1000m Höhe  immer wieder tolle Ausblicke.

...neu entstandenes Land

Kraterblick...

Auf der Nachbarinsel Pico lockt der gleichnamige Berg , mit 2351m der höchste Berg Portugals. Wir fahren mit der Fähre  nach Madalena do Pico und dann weiter mit dem Auto ins Landesinnere. Das Wetter meint es ausgesprochen gut mit uns, nur wenige Wolkenfetzen verdecken die Sicht.  Auf der Rundfahrt erreichen wir Lajes do Pico, hier wurden noch bis 1983  mit kleinen ,11m langen Booten Wale gefangen und vor Ort verarbeitet. Heute fahren die Boote nur noch zum Whale-Watching aus.  Auserdem sehenswert sind die alten Weinanbaugebiete, die seit 2004 auf der Welterbeliste der UNESCO stehen. Die halbrunden Mauern aus Lavastein spenden Wärme, die dem Geschmack des Weines zu Gute kommt.

2 x Pico......

....die Lavamauern speichern die Wärme

Auf der Überfahrt nach Sao Jorge, der nächsten Azoreninsel, haben wir zwar keinen Wind, dafür privates Whale-und Dolphinwatching. Leider , oder vielleicht besser zum Glück, kommt kein Wal in Fotografiernähe, dafür begleiten viele Delphine den Bug der JOJO III.
Auf Sao Jorge sind wir mit dem Mietwagen zu abgelegenen Fajas unterwegs. Fajas, das sind fruchtbare Ebenen, die sich am Fuße der steil abfallenden Küsten, meist nur wenige Meter über dem Meer ausbreiten. Hier herrscht ein besonderes Mikroklima, das den Anbau von Kaffee, Tee und tropischen Früchten zuläßt. Ansonsten wird auf den Hochebeben Milchwirtschaft betrieben, auf Sao Jorge wird nahezu jeder Liter Milch zu Käse, der Inselspezialität, verarbeitet.

Delphine am Bug der JOJO III

Faja an der Nordküste

Milchtransport

 Schon am nächsten Tag gehts weiter nach Terceira, der drittgrößten Azoreninsel. Hier liegt die JOJO III im Hafen der Stadt Angra do Heroismo. Die schöne Renaissancestadt wurde bei einem Erdbeben 1980 stark zerstört. Über 60% der Fassaden wurden originalgetreu wieder aufgebaut. Eine Besonderheit auf Terceira sind die den ganzen Sommer auf den Straßen stattfindenden Stierkämpfe. Dabei wird der Stier von ein paar kräftigen jungen Männern durch die Gassen getrieben. Das Publikum bringt sich dabei auf Mauern, hinter Zäunen und auf Laternenmasten in Sicherheit. Nach dem Kampf darf sich der Stier auf einer Weide im Inselinneren erholen.

...in vielen Gassen schöne Fassaden

...schnell in Sicherheit

Auch auf der Überfahrt zu unserer letzten Insel Sao Miguel wird die JOJO III von vielen Delphinen begleitet. Außerdem sehen wir 2 große Wasserschildkröten.
Sao Miguel ist die größte, bedeutendste und bevölkerungsreichste Insel der Azoren. Wie alle Azoreninseln bezaubert auch Sao Miguel durch Naturschönheiten, Sao Miguel ist aber auch die vulkanisch aktivste Insel. In Furnas, einem Ort im Inneren  eines riesigen Vulkankraters, sind die dampfenden Quellen mitten im Ort gelegen. Die größte davon fördert 61 l/min, das Wasser ist kochendheiß. Überall auf den Inseln gibt es immer wieder am Wegesrand Zeichen der tiefen Religiosität der Insulaner, so auch in Villa Franca do Campo. Die Ermidada Nossa Senhora da Paz, eine Pilgerkapelle, steht hoch über der Stadt und ist wegen ihres mit Azulejos reich verzierten Treppenaufgangs bekannt.
Vom Hafen von Ponta Delgada wird Jürgen in einigen Tagen zum Rest ( 1000 sm) der Atlantiküberquerung ans europäische Festland starten. Ziel ist der Hafen von Rota an der spanischen Atlantikküste.

....überall brodelt es

Ermida da Nossa Senhora da Paz

Start der AzaB Regatta nach England SY "FanFan" Germany

Crew der Bar Cantinho Dos Anjos in Ponta Delgada

Der Wirt Josè Anjos erhält von Jürgen eine Flagge für seine Seefahrerbar

Jürgen bekommt als Dankeschön ein vom Wirt selbst graviertes Glas

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